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Als junger Pfarrer in einer kleinen sächsischen Gemeinde lernte Friedrich Naumann die große Not der Arbeiter kennen. Überzeugt von der Notwendigkeit sozialer Reformen im Lande, gründete
Naumann 1896 den "Nationalsozialen Verein", dessen Idee der bei der Arbeiterschaft und im liberalen Bürgertum Anhänger fand. Nach einem schweren Rückschlag bei der Reichstagswahl 1903 löste Naumann den
Verein auf. Im November 1918 wurde Naumann in der Nationalversammlung Vorsitzender der neuen Deutschen Demokratischen Partei, der Vertreterin des linken Liberalismus. Er hatte großen Anteil an der Ausarbeitung der
Weimarer Reichsverfassung, insbesondere der Formulierung der Grundrechte. Die heutige (FDP-nahe) Friedrich-Naumann-Stiftung ist nach ihm benannt.
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